1. Überfall in Stuttgart

Der 1. Überfall

Das „Bett“ war voll, die Frauen unterhielten und amüsierten sich: die Stuttgarter Regionalgruppe der Wirtschaftsweiber hat am 13. März erfolgreich ihren ersten Überfall verübt. Die Idee des Take over Friday: Lesben übernehmen für einen Abend eine Bar, eine Disco oder ein Restaurant und werden so als Gruppe sichtbar.

Der Versuch hätte schiefgehen können. Die Suttgarterinnen hatten zwar überall in der Stadt und dem Umland hunderte Postkarten verteilt, Anzeigen in der Stadtzeitschrift „lift“ und in „L-Mag“ geschaltet, den Überfall im Veranstaltungskalender der Lesarion-Community eingetragen und nach Kräften Mund-zu-Mund-Propaganda gemacht. Doch sie waren unsicher, ob die in Mainz und Mannheim erfolgreiche Idee auch in Stuttgart zündet.

Sie zündet. Als erste Location hatte das ToF-Team die „Bett Lounge“ an der Stuttgarter Friedrichstraße gewählt, die Freitagsabends üblicherweise von der amüsierwilligen Jugend besucht wird. Der Take over Friday: Eine Mischung aus After-Work-Entspannung und Freitagabendparty. Die Gäste: etwa 100 Frauen quer durch alle Altersgruppen und Milieus.

Um 19 Uhr gehörte das „Bett“ den ToF-Frauen, die sich in den Sofagruppen unterhielten und entspannten und sich angetan davon zeigten, dass in Stuttgart eine neue Veranstaltungsreihe für Lesben aufgelegt wird. Gegen 22 Uhr, der DJ machte sich eben an die Arbeit, sickerten die ersten Nicht-ToF-Gäste ein. Irritiert ob des Frauenüberschusses, verwundert, dass Frauen munter miteinander tanzten. In friedlicher Koexistenz, wenngleich leicht fremdelnd genossen Lesben und Jugend mit und ohne Migrationshintergrund die Musik, bis gegen 4 Uhr die letzten das „Bett“ räumten.


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